Real Change Podcast, Episode 7 Ängste, Tom Geisbuesch

Real Change Podcast, Episode 7 Ängste, Tom Geisbuesch


Die Konfrontation mit dem was fremd ist, hilft dir die Angst abzubauen. Du musst nichts tun aber du kannst dadurch deine eigene Angst bekämpfen also was für dich tun. Das Zweite ist, dass ich den Menschen einfach sagen möchte aus eigener Erfahrung, wie ich
eben gesagt habe, Ich hatte den Verlust an die nächste Generation verloren und dachte nicht dass
ich als kleine einzelne Nase irgendetwas bewirken kann auf dieser Welt, das stimmt nicht! Das ist nicht wahr. Jeder von uns kann was bewirken. wenn ich als ganz
kleine Nase nur meinem Kumpel erzähle, was ich gerade eben für Spendengelder generiert habe nur
weil ich gesagt habe ich geh Leuten helfen, mag ich vielleicht auch ihn beeinflussen, sodass er dann denkt Wow, so einfach ist das. Herzlich willkommen zum Video-Podcast Real Change. Wie immer geht es um echte Menschen, echte
Veränderungen. Geschichten, die wir hier gemeinsam erzählen. Mein heutiger Gast ist Thomas Geisbuesch. Tom habe ich als Speaker auf einer 12min.me Veranstaltung in Nürnberg kennengelernt. Seine Energie und Botschaft hat sofort sehr viele
Menschen erreicht und von daher bin ich sehr dankbar, dass wir heute das
gemeinsame Gespräch führen zur Veränderung und, dass jeder Mensch einen – seinen – Beitrag dazu leisten kann. Wir alle können einiges in Bewegung setzen. Tom ist seit Anfang der 90er Jahre freiberuflicher
Fotograf und hat schon für viele bekannte Marken gearbeitet. Auf seiner persönlichen Entwicklungsreise hat er
schon einige Erfahrungen gesammelt und große Veränderungen durchlebt. Sein Leben ist geprägt von den Taten, die sein
Leben und das von vielen anderen Menschen bereichern. Er ist Initiator des Vereins FranckenKonvoi, der als
Fokus hat Menschen in Not zu unterstützen. Das Motto „spread the love“ bringen sie voller Herzblut in die Welt. Zu Beginn sprechen wir über seine persönliche Entwicklungsreise und gehen dann der Frage nach, was es bedeutet Ängste zu überwinden und als Einzelner
Veränderung voranzutreiben. Ich wünsche euch viel Spaß und Inspiration beim
Zuhören. Herzlichen Dank Tom, dass du dir Zeit nimmst für unser Gespräch.
Sehr sehr gerne.
Als wir uns kennengelernt haben, das war für mich echt ein ganz spezieller Moment, deswegen heute auch ganz speziell für dich, ganz ganz viele Küsschen weil es war ja hier in den Design Offices beim 12min.me-Vortrag und, dass es jemand schafft fast 200 Leute dazu zu bringen, dass sie ganz viel Tränen in den Augen haben, ganz warme Herzen haben weil du sie alle berührt hast und man dann sogar aufstehen und dir eine Umarmung geben will. Da habe ich mir gedacht das ist eine Energie, die genau das auf den Punkt bringt um was es mir ja auch immer geht, nämlich echte Menschen, echte Veränderungen. Und du hast die Energie auch weil jetzt kriege ich Pipi in den Augen.
Das ist nur ein Spiegel, was ich von dir bekommen habe. Das war echt ein ganz spannender Moment weil du genau das erwähnt hast;
ein Mensch kann was verändern und das ist was ich auch immer wieder predige. Wir können nicht die Welt von einem Tag auf den
anderen retten aber jeder Mensch kann etwas tun aber da würde ich bevor wir auf dieses eine Thema steigen noch mal ein
bisschen erfahren, du hast mir im Vorgespräch erzählt, du hast auch
schon einiges an Heldenreisen hinter dir, du hast einige Erfahrungen im Leben gesammelt, hast unter
anderem einige Jahre bei der Post gearbeitet also in einem ganz anderen Kontext angefangen. Das finde ich ist auch einen spannenden Aspekt bis wir dann hin zu der Gründung von Frankenkonvoi gehen. Kannst du noch ein bisschen was erzählen zu dieser
Geschichte mit bei der Post und wieso dann doch einen ganz
anderen Weg eingeschlagen. Ich bezeichne es für mich immer jetzt gerade beginnt
mein drittes Arbeitsleben. Ich war tatsächlich, 1979 habe ich meine Lehre
angefangen, damals hieß es noch Deutsche Bundespost für Anmeldeamt,
heute ist es die Telekom. Da bin ich in eine Lehre reingerutscht aufgrund
einer Berufsberatung beim Arbeitsamt wo ich noch nicht einmal wusste was die überhaupt machen. Ich hab mir sogar am Anfang noch vorgestellt, dass
Fernmeldedienst mit Morsen zu tun hat. Tatsächlich war es ganz normales
Telekommunikationsding, was damals in der analogen Zeit natürlich noch anders war wie heute. Ich bin dann halt 1979 im September zu einer Lehre
gegangen, wo ich nicht wusste was auf mich zukam. Ich hatte auch sehr schnell, selbst in jungen Jahren
das Gefühl; das ist nicht mein Job. Ich habe es aber durchgezogen und es war auch gerade in der Zeit
ganz passend weil zu der Zeit als alles noch staatlicher organisiert war, war das dieser typischer Beamten Job. Man hat also ganz ganz wenig gearbeitet und hat dafür
ein ziemlich hohes Gehalt bekommen. In der Zeit, wo man viel unterwegs ist und rausgeht
und so weiter, waren das Privilegien, die ich zu nutzen wusste. Ich hatte aber nie Lust auf diesen Job, es war mir ganz
egal. Als dann im zarten Alter von 30 eine
persönliche Krise in mein Leben getreten ist, da hatte ich eine Trennung von der Frau mit der ich
verheiratet war, war mein Leben gefühlt ein Scherbenhaufen und da bin ich schon das erste Mal
konsequent und ohne Ahnung was kommen mag hingegangen und habe gesagt, okay jetzt kündige ich
bei der Post. Das war 1992 noch und viele meiner Kollegen haben zu mir gesagt „du bist
verrückt, du wirst nirgendwo mehr so etwas finden so wie du das hier hast.“ Das hat zu der Zeit auch noch
gestimmt. Da war aber gerade die Privatisierung am Start und
zwei Jahre später nach meiner Kündigung, ich war schon in meinem neuen Job, habe ich viele der Kollegen
wieder getroffen, die gesagt haben „Du hast es richtig gemacht, du bist zur richtigen Zeit abgesprungen.“ Das war aber gar nicht mein Begehr, ich hatte einfach keinen Bock
mehr, bin rausgegangen, habe gekündigt und hab dann während der Zeit bei der Post schon nebenbei in
einem Bistro gearbeitet, in meiner Heimatstadt weil ich immer gerne Leute um mich herum habe, ich habe
immer nebenbei in Kneipen oder Bistros gearbeitet weil ich gerne mit Leuten zu tun habe. Da habe ich einen Fotografen
kennengelernt und diesen Fotografen habe ich dann, wie ich heute genauso gefragt werde, ganz naiv gefragt weil ich mich mit ihm angefreundet habe „du sag mal, ich hab mir da mal vom Lohnsteuerjahresausgleich
eine Kamera gekauft und ich verstehe nichts, Kannst du mir die erklären?“ Genialerweise hat
dieser Mensch dann zu mir gesagt „nein! weil dann hättest du als Fotograf nichts anderes mehr zu
tun aber du kannst bei mir eine Lehre machen.“ Ich wusste bis zu dem Zeitpunkt noch nicht mal das
Fotografie ein Ausbildungsberuf ist und war völlig völlig, es war eine Welt, die ich nicht kannte. Dann hat er mich
eingeladen zu seinem Fotostudio in meiner Heimatstadt, was in einer alten Lokhalle
eingebaut war, ein Riesending also diese alten halbrunden Hallen mit einem Drehteller in der Mitte und in dieser Halle
hat mein Papa bis zu seiner Pensionierung gearbeitet weil er dort bei der Deutschen Bahn
war, es war also eine schöne Brücke, die er mir da aufgezeigt
hat. Als ich das erste Mal in so einem 500 Quadratmeter
großes, in der analogen Zeit noch komplett schwarz abgedunkelten Fotostudio war, hatte ich das Gefühl
ich bin in meiner Heimatstadt aber in Wirklichkeit in Hollywood. Das hat mich sehr beeindruckt und ich habe dann halt den Schritt
gewagt und habe tatsächlich mit 30 Jahren nochmal eine neue Ausbildung als Fotograf gemacht ohne Vorkenntnisse, ohne zu wissen was das
überhaupt ist. Es hat sich aber dann, wie andere Leute gesagt haben, hat es sich schnell herausgestellt, dass
ich da sehr talentiert bin scheinbar und so bin ich halt Fotograf geworden. Danach kam dann die ganz normale Zeit als
Angestellter in der Fotografie und 1998 habe ich mich dann selbstständig gemacht und das ging dann bis
heute, ich bin heute auch noch Fotograf aber 2015 ist da
noch etwas Neues passiert.
Das finde ich nochmal ein ganz spannender Moment weil genau dieses okey, jetzt bin ich 30 und
es muss radikal anders werden, sei es jetzt der ausschlaggebende Punkt aus dem Privaten aber jetzt auch zu sagen jetzt ist privat schon alles ein Scherbenhaufen und dann auch noch beruflich aufgeben, es hätte dir eigentlich eine gewisse
Sicherheit gegeben, Was war der ausschlaggebende Punkt zu sagen ich gebe jetzt wirklich alles auf?Ich bin oft, meine Mama hat sehr darunter gelitten, ich bin oft unfassbar spontan und entscheide
teilweise Sachen, die ich wirklich nicht selbst überdenke. Das ist 2015 genauso passiert, bin aber auch ein
Mensch der kein großes Sicherheitsbedürfnis hat. Ich bin halt mittlerweile nach dieser Ehetrennung
auch genialerweise heutzutage niemandem gegenüber verantwortlich. Ich habe keine Kinder, keine Frau,
kein Haus, kein irgendwas worum ich mich kümmern muss, heißt also ich bin für mich selbst verantwortlich und fertig. So ein Schritt wie damals bei der Post zu kündigen, ich weiß noch genau, viele haben mich damals als sehr mutig bezeichnet
oder als Held oder weiß der Geier was. Ich hatte dieses Gefühl nie. Ich hatte nie das Gefühl, dass es Mut braucht um
solche Entscheidungen zu fällen sondern ich habe einfach bockig durchgesetzt, was ich wollte. Ich erinnere mich noch an einen Satz meiner Mutter,
die zu mir, als sie herausbekommen hat, dass ich gekündigt habe bei der Post, die wirklich
verzweifelt mit Tränen in den Augen vor mir stand und hat zu mir gesagt „Mensch Jung, du brauchst aber doch immer
auch Geld damit du dir ein Brot kaufen kannst.“ Also genau, um diese Sicherheit, die ich in dem
Moment aufgegeben habe klarzustellen. Ich wusste nichts anderes zu antworten als zu sagen ja aber die
Grundvoraussetzung, dass ich Geld habe um mir was zu essen zu kaufen ist, dass ich lebe also kümmere ich mich erst einmal darum, dass mein
Leben wieder in Ordnung kommt und Geld wird dann mit Sicherheit irgendwie wiederkommen.
Das ist ein sehr schöner Punkt, denn das ist eine Parallele, die ich auch habe, ich hab mich ja vor acht Jahren selbstständig gemacht, bei mir ein bisschen anders Alleinerziehend mit zwei kleinen Kindern und bin dann aus dem Siemens-Konzern
raus, wo dann alle gesagt haben „bist du Wahnsinnig und wie geht das nur?“ Ich habe das auch nie als Mut empfunden in dem
Sinn sondern es war für mich eigentlich der logische Schritt, auch wenn ich noch nicht so recht
wusste was danach kommt, auch sehr ähnlich aber ich wusste das ist jetzt der Schritt, den ich gehen muss. Im Nachgang sagen auch viele das war eigentlich der richtige Zeitpunkt für eine
Veränderung, von daher ganz spannend wie solche Reisen sich dann wieder ähnlich decken. Da sind wieder ein paar Grammatik-Elemente, die du ja schon
für dich gelernt hast, dieses hinausgehen auch wenn andere sagen „Bist du
wahnsinnig?“ Trotzdem deine Stimme zu folgen und das dann auch
umzusetzen. Ganz genau. Meine wichtigste Beziehung, die ich in meinem Leben
hatte mit Tamara, eine Buchhalterin, die mich als Kreativen natürlich super begleitet hat 1998 in die
Selbstständigkeit, die sehr sehr esoterisch angehaucht war wo ich nicht so viel mit zu tun
habe aber sie hat immer so einen Spruch verwendet der mir heute noch im Kopf ist und er trifft da so darauf
zu. Sie hat immer gesagt „Zufall ist das, was dir
zufällt.“ Ich hatte Glück. Als ich mit 30 gekündigt habe bei
der Post, hätte das ein Desaster werden können. Ich hätte in der Sozialhilfe oder sonst irgendwo enden können. Ich hatte viel Glück. Diesen Mut, wie gesagt, den ich
nie empfunden habe, war einfach eine spontane durchgeknallte naive
Idee zu kündigen. Letztendlich wurde ich aber bestätigt in dem was
ich stark gemacht hat. Das hat mir gelehrt; Erstens mal, dieses Drama
dieser schlimmen Trennung, die ich erlebt habe, das war wirklich zwei Jahre lang ein ganz ganz ganz dickes Ding in
meinem Leben, was mich echt in den Keller gefahren hat, ist immer eine Bereicherung am Ende. Das kennen wir alle. Wir kennen alle, dass egal wie emotional schwierig eine Zeit
ist, irgendwann wenn dieses emotionale Ding für dich
bearbeitetet und erledigt ist, siehst du achja, dafür war es gut, es hat dich weitergebracht, du hast gelernt und so war das. Deswegen habe ich 1992, als ich diese Entscheidung
gefällt habe, erstens mal nie bereut weil es hat sich für mich eine komplett neue Welt aufgetan, die super
spannend war, ich hab jeden tag geliebt und mich auch gerne
ausbeuten lassen in der Lehre und so weiter und so weiter und bin eigentlich bestätigt worden in den zufällig von mir mutig gegangen Schritt, dass es
funktioniert, so gehts und das hat mich mein Leben lang beruhigt. Das ist wieder sehr spannend, gerade das, was du jetzt beschrieben hast, vor 1992 findet jetzt ja auch statt also du bist jetzt auch wieder einen Schritt gegangen, wo alle gesagt haben „bist du jetzt wahnsinnig?“ mit Frankenkonvoi. Ich habe ja im Vorgespräch erzählt, meine Eltern
sind Ungarn und die Ungarn sind ja auch sehr geprägt durch das ganze Thema Aufteilung von
Ungarn, flucht also das ist auch ein Teil der Kultur, deswegen ist es bei mir auch in eine sehr sehr hohe
Resonanz gegangen, was du erzählt hast und das fand ich auch unglaublich spannend weil du es ja wiederholt hast, du hast dich auf den
Weg gemacht wo alle gesagt haben „bist du wahnsinnig?“ Kannst du uns da ein bisschen erzählen? Diesen Moment, wo dann
kam ich bin erfolgreich als Fotograf, selbstständig und dann wieder so ein Moment. Dann kam wieder so ein Moment also wie so ein Initialfunk. Meine Triggerpunkte, wie ich sie jetzt im Nachgang als Selbstreflektierer immer sehe, als die Flüchtlingskrise, wie sie immer genannt
wurde, ich bezeichne es heute noch als politische Versagenskrise. Das ist keine Flüchtlingskrise, kein Flüchtling
produziert eine Krise sondern die Politiker auch in unserem Land, die darauf reagieren müssten,
versagen. Das ist alles. 2014 ging es ja schon los, dass man von Flucht aus
Syrien hörte und so weiter und so weiter, hat mich das in den Social Web, in Facebook oder so
etwas, natürlich angefasst und berührt. Ich bin schon ein Mensch, der von sich behauptet
ich bin doch recht Empathiefähig und kümmere mich gerne um die Probleme anderer Menschen, mache
ich echt gern. Das hat mir angefasst und dann gab es in Fürth bei uns in
einem ehemaligen Möbelhaus Höffner, eine Erstaufnahme, wo die ersten Ankömmlinge zuerst
registriert wurden und dann verteilt wurden und so weiter. So habe ich dann, als ich mein Geburtstag 2015
gefeiert habe im Februar, das habe ich auch vorher gemacht, da sind die Gelder an die Tafel geflossen. Ich mag keine Geschenke, wenn ich eine Feier
mache, mag ich feiern mit meinen Leuten und Geschenke mag ich auch deswegen nicht weil zum
Beispiel bei meinem fünfzigsten Geburtstag waren 80 Gäste. Wenn ich das hoch kalkuliere, dass 80 Gäste
mir ein Geschenk mitbringen oder sagen wir mal ein paar, es sind 40 Geschenke, erwartetet natürlich jeder Schenker, dass ich mich erstens bedanke zweitens das Geschenk auspacke und drittens dann irgendwas sage. Wenn ich stark kalkuliere, dass
es nur eine Minute ist, sind das 40 Minuten meiner Party, die mir verloren gehen. Also reiner Egoismus, ich möchte keine Geschenke und ich brauche auch
nichts. Ich bin materiell wirklich kein
anspruchsvoller Menschen und deswegen ist mir viel wichtiger, dass die Menschen zu mir kommen. So habe ich seit meinem 50. Geburtstag, wenn
ich einen Feier gemacht habe oder sonst was gesagt okay keine Geschenke aber da steht eine
Spendenbox und geht an irgendeinem gemeinnützigen Zweck. 2015 zu meinem Geburtstag habe ich Geld und
Sachspenden verlangt. Wir haben in meinem Studio gefeiert und es sind auch tatsächlich 400 Euro
zusammengekommen und ein ganzer Haufen von tollen Sachspenden. Leute, die nicht zur Party kamen haben
mir Sachen geschickt und ich habe das alles gesammelt und wollte dann Anfang 2015 zum Höffner
fahren und wollte diese Sachspenden und auch das Geld da übergeben. Zu der Zeit war die Hilfe in Deutschland so groß, wir erinnern uns alle an die Bahnhofsklatscher
wie sie diffamierend genannt werden und so weiter, die Welcome-Kultur, dass die Annahme von Hilfsgütern
beim Höffner auf zwei Stunden pro Woche reduziert war weil so viel Leute helfen wollten, es war einfach zu viel Hilfe da. Also bin ich an dem Tag, es war Mittwoch
nachmittags um 14 Uhr, zum Höffner gedonnert und wollte mein Zeug abgeben und war um fünf nach zwei erst da
und hab auf einem ehemaligen Möbelhaus Parkplatz keinen Parkplatz gefunden weil so viele Leute da
waren um Hilfe abzugeben. Das war für mich so ein Moment mit Pipi in den Augen weil
ich total beeindruckt war, wie kleine Kinder, Rentner, Jeder mit voller Glück in dieses Ding rein
gelaufen sind und Sachen abgegeben haben. Das war mein erster Triggerpunkt, der Eindruck oder die
beeindruckende Tatsache, dass so viele Menschen aufstehen und helfen. Dann kam der zweite Punkt, das war drei Tage später, dann im Herbst September, der 17. September 2015. Da saß ich an meinem Rechner, ganz normal in
Facebook und war am gucken was ist denn so los auf der Welt und dann kam ein Post von einem Filmemacher aus
München, der Andreas Einbeck, der an der ungarisch- serbischen Grenze war und da sind dann die ersten Grenzschließungen
passiert, Stacheldraht wurde hochgezogen und es gab
Tränengas und Gummigeschosse auf Flüchtlinge und so weiter und so weiter. Das waren sehr schlimme Bilder, da war auch viel Verletzung mit dabei und so
weiter. Ich saß wirklich vor meinem unfassbar teuren
Laptop, den brauchen wir Fotografen ja und habe in meinem Kopf so das Gefühl gehabt du hast jetzt
nur zwei Möglichkeiten, entweder du schmeißt diese Maschine aus dem Fenster damit du es nicht mehr siehst oder du musst was
tun. Ich habe diesen Menschen dann angefreundet in Facebook
und habe ihm ganz naiv, wie damals ohne zu wissen was ich tue und worauf ich mich einlasse, gefragt wie kann man denn so etwas machen? Was kann man tun? Ich habe das Bedürfnis etwas zu tun. Er hat genialerweise noch Hilfsgüter gesammelt,
hatte vor eine Woche später nach Kroatien zu fahren, an die kroatisch-serbische Grenze wo viel
los war und hat mir gesagt „du kannst vorbeikommen, ich habe noch Hilfsgüter da, ich gebe dir eine
Engländerin mit, die ich in Ungarn kennengelernt habe, sie wohnt hier in München und eine Kroatin, die in
München lebt und dann könnt ihr losziehen. „Cool! Wann?“, dann sagt er „wann hast du denn Zeit?“
„Ja, jetzt.“ Und am nächsten Tag saß ich in meinem Van und bin
nach München gedonnert. Was ich auch noch in mir hatte und das ist eine ganz wichtige Message, die ich immer gerne jedem
weitergebe, gerade weil so viel Kritiker unterwegs sind, egal ob es um die Islamisierung des Abendlandes
geht oder Terroristen oder sonst was, ich hatte Schiss. Ich hatte massiven Schiss. Tausend Kilometer nach Kroatien, bin ich in meinem
Auto gesessen und war voller Euphorie da helfen zu können aber ich hatte wirklich Angst, was ein ganz normales Gefühl ist. Ich weiß doch garnicht worauf ich mich einlasse, ist da jetzt ein Terrorist mit dabei? Hat einer
einen Sprengstoffgürtel um? All diese Bilder waren in mir drin. Ein zweites Gefühl, was aber schon länger in mir drin war, was mich auf
der Reise begleitet hat ist der Verlust der Hoffnung an die nächste Generation. Nicht nur in Sachen Flüchtlingsfragen sondern auch Umwelt,
Klimaerwärmung, was wir mit dem Planeten machen. Ich habe echt befürchtet, dass wir Menschen uns den eigenen
Planeten oder sagen wir mal uns selbst, irgendwann eliminieren werden und ich hatte keine Hoffnung an
die neue Generation, die Jungen Leute mehr, das hatte ich verloren. Beide Gefühle haben sich in dem Moment als ich in Kroatien ankam, sofort in Luft aufgelöst. Zum einen war ganz klar, das ist so eine, ich glaube das ist eine Eigenschaft, die wir alle
haben, da waren 5000 Leute, die nicht gefangen aber
eingepfercht auf einer riesengroßen Wiese ohne Verpflegung, einfach festgehalten wurden. Sie sind über die serbische Grenze nach Kroatien
reingekommen und die Kroaten haben sie erst einmal festgehalten, um das zu koordinieren. Da gab es aber keine
Verpflegung vom Roten Kreuz, UNHCR Mitarbeiter waren da und haben aufgenommen, wie viele
Leute sind da, haben Statistiken erstellt und aus dem Nichts sind, genau wie ich, Hunderte von Freiwilligen
aufgetaucht. Alles Leute, die weder ein Verein hatten noch
sonst etwas. Ich erinnere mich noch an vier ganz junge Mädels,
so 18-19 Jahre, ich vermute kurz nach dem Abi, aus Deutschland, die in Kroatien einen
günstigen Urlaub am Strand gemacht haben und die dann in der Tageszeitung gesehen haben hier ist
das und das Los und Sie haben ihren Urlaub abgebrochen und waren dann
fünf Wochen da und haben geholfen. Hunderte von jungen Leuten haben da gestanden. Ich habe an dem Tag Menschen aus Australien,
Menschen aus Hawaii, Menschen aus Südamerika, Nordamerika, Asien, vom ganzen Planeten in Kroatien
getroffen, die einfach so aufgepoppt sind und geholfen haben. Somit war meine Hoffnung sofort
wieder da. Da wollte ich nochmal auf den Punkt zurückkommen, viele können ja sagen das klingt ja alles ganz
toll und schön, dass die Mädels einen Urlaub abgebrochen haben aber das ist jetzt nicht mein
Leben, das berührt mich nicht. Du hast vorhin etwas gesagt, du hast dich auf den Weg gemacht auch mit der Euphorie und gleichzeitig hattest du aber auch die Angst
und Befürchtungen und trotzdem hast du dich auf den Weg gemacht und
das ist ja schon etwas, was jeder in seinem Leben kennt, dass wenn man so einen Schritt geht, dass es ist nicht immer Euphorie ist
sondern zu der Euphorie gehört immer auch die Angst dazu aber man sich von der Angst nicht aufhalten
lassen darf und wie du es gerade auch beschrieben hast, dann warst du plötzlich da und dann hat sich das
alles miteinander dann auch aufgelöst in der Begegnung mit den Menschen und das ist auf
einer Meta-Ebene, wie es immer so schön heißt, eigentlich das, was alle kennen, dass man sich wenn man sich mal auf dem Weg
macht, das dann auch auflöst aber da jeden Menschen mitzugeben macht euch auf
den Weg und das kann nicht jeder, so sagen morgen setze ich mich in den Bus rein und fahre jetzt nach Kroatien und
helfe mehrere Wochen aber jeder kann etwas tun auf seiner eigenen
Reise. So ist es und gerade das Thema Angst und deswegen erwähne ich es auch explizit weil ich
bin ja kein anderer Mensch wie andere Menschen nur weil ich da jetzt geholfen habe und ich wusste
auch nicht wie lange es geht, das war ja nur ein spontaner Trip, dass es jetzt vier Jahre daraus geworden sind und ein Verein, ist
eine ganz andere Nummer. Es gibt heute noch Leute, ich habe mich
letztens noch mit jemandem unterhalten, er ist ein sehr gebildeter Mensch weil Ängste beruhen ja auch oft
auf Unkenntnis und so weiter, in der Psychologie gibt es glaube ich 400 anerkannte Ängste, von
der Spinnenphobie über über über. Letztendlich, das ist auch mein Glaube, habe ich
an dem Tag ganz bewusst meine Angst nicht weggedrückt oder sonst was, sondern ich habe sie ja gefühlt, ich habe eine Konfrontationstherapie mit mir
selbst gemacht. So funktioniert es, nicht anders funktioniert es. Ich hab letztens, wie gesagt noch mit jemandem
gesprochen, eine Dame aus Nürnberg, die auch schon in einem Alter ist, wo man vernünftig und hochgebildet ist, sie hat mir dann erzählt, im Gespräch wo wir uns
über die Situation unterhalten haben, „ja das ist alles ganz toll“, sie ist auch eine
Humanistin also sie ist kein Mensch, der jetzt ein Hater ist oder sonst was „aber ich muss dir ganz ehrlich sagen, es gibt
mittlerweile in Nürnberg Ecken, wo ich als Frau nachts nicht mehr alleine vorbeigehe.“
Das kann ich sehr gut verstehen, ich wäre vor 15 Jahren auch als Mann mit
Sicherheit nicht einfach so naiv durchs Frankfurter Bahnhofsviertel gelaufen. Es gibt überall auf der Welt Ecken, wo man mit
Gefahr rechnen muss, das ist ganz normal. Dann aber hinzugehen und zu sagen ich kann mich nicht
mehr in diese Bereiche begeben weil mir das zu gefährlich ist, da musst du ja sofort hinterfragen, warum ist das
gefährlich? Wo sind die Fakten? Was macht dir Angst? Die Angst, so hat es sich im Gespräch herausgestellt,
basierte auf Mutmaßungen, auf da sind so viele da, da sind auch viele kriminell, da sind auch viele Kulturfremd, die das Frauenbild
falsch sehen. Das sind ja alles Tatsachen, die Stimmen aber ohne eigene Erfahrung ist das ein
lebenswert, den ich da verliere, wenn ich mich selbst Einschränke und da nicht mehr hingehe, heißt also ich
habe ihr dann empfohlen dann lasst uns doch mal recherchieren, ist da was passiert? da gibt’s
Kriminalstatistiken. Wollen wir mal zusammen durchlaufen und dann
selbst mal gucken wie viel Angst habe ich denn hier und so weiter und so weiter. Man kann, weil es ein ganz wichtiges
tool ist was wir Menschen haben, Angst hilft uns zu überleben aber wir dürfen diese Angst für uns selbst, rein
aus ganz egoistischen Gründen nicht unser Leben versauen lassen. Wenn ich Angst habe, will ich auch wissen wovor
habe ich Angst? ist sie begründet oder nicht. Wenn sie begründet ist, bleibe ich dabei, Wenn sie aber unbegründet ist, kann ich
weitermachen. Ja manchmal möchte ich nicht an den Punkt kommen zu
erfahren, vor allem körperlich zu erfahren, ich hatte Recht mit meine Angst aber Trotzdem würde ich auch gerne auf den Frankenkonvoi kommen. Da würde ich auch gern einladen, ein bisschen
Werbung dafür zu machen weil ich finde, dass es ein ganz ganz tolles, es ist ja nicht mehr ein Projekt sondern ein
offizieller Verein, den du da ins Leben gerufen hast. Kannst du da nochmal kurz was dazu sagen, zu der Gründung von dem Verein und was ihr jetzt auch inhaltlich
als Fokus habt. 2015 fing es dann an als private Hilfsinitiative. Über Facebook habe ich aufgerufen Spenden auf mein
Privatkonto, nicht mein Geschäftskonto einzuzahlen und auch da war ich sehr sehr überwältigt über das
viele viele viele Geld, was die Leute gespendet haben an jemanden, der gar keine Spendenquittung
ausstellen kann, wo keiner gucken kommen kann wo geht das Geld hin, ich habe das immer dokumentiert, ich habe da eine Buchhaltung, ich habe den Leuten
auch immer Quittungen gezeigt was wir gekauft haben. Nach einem halben Jahr war klar, erstens ich
mache weiter und zweitens ich bin selbstständig und diese
Gelder, die ich da einnehme müssten ja im Prinzip versteuert werden als Einnahmen. Wie gesagt, ich habe es über bei meinem Privatkonto
laufen lassen, habe mit meinem Buchhalter darüber gesprochen somit es deklarierbar ist aber es war klar, auch wenn ich kein Vereinsmeier
bin, ich mag keine Vereine, irgendwann muss das eine Rechtsform bekommen, die
das Fundament auch bietet. So haben wir uns dann mit ein paar Freunden
hingesetzt 2016 und haben den Verein gegründet. Das war nach der Zeit, wo der Frankonvoi wirklich
groß wurde, ich war 2015 viermal auf dem Balkan unterwegs in wilden
Camps, war dann im Januar 2016 im schlimmsten Flüchtlingscamp, den es auf der ganzen Welt jemals gegeben
hat, da hat mir ein 17 jähriger Schweizer Freiwilliger, der seit den 70er Jahren unterwegs
ist als Freiwilliger erzählt in Dünkirchen/Calais, da war ich in der ersten Januarwoche und dann kam die Idomeni-Zeit, das haben wir alle in
den Medien mitbekommen, wo in Mazedonien der Grenzzaun zugemacht wurde und 15 000 Leute
feststeckten und dann bin ich spontan mit zwei Freunden nach
Idomeni gedonnert und da wollten wir helfen. Wir haben dann über eine Amazon-Wunschliste unsere Leute, die wir bei der mittlerweile von Facebook
gegründeten Fanpage von Frankenkonvoi aufgerufen haben, Passt auf wir wollen eine Teeküche aufziehen, wir brauchen einen Gaskocher, wir brauchen Töpfe,
wir brauchen das und das. Wir haben das alles mal aufgeführt in der Amazon-Wunschliste, wenn ihr das da kauft, kommt das direkt zu uns und so haben wir nicht das Problem, dass keiner eine
Quittung bekommt und wir hatten nur die Sachgüter. Wir haben für insgesamt über 8000 Euro innerhalb
von einer Woche Sachgüter bekommen, wir haben die in meinem Van geladen und sind ab nach Idomeni
gedonnert und Idomeni war derzeit Gott sei Dank mit sehr sehr vielen freiwilligen Organisationen
eigentlich ganz gut versorgt und bei der Recherche, wie wir die ersten zwei Tage
herumgefahren sind um zu gucken, wo können wir uns einbringen, haben wir dann eine Tankstelle gefunden,
eine Autobahntankstelle 20 Kilometer südlich von Idomeni in Polykastro, wo 2000 Kurden festhingen mit Zelten auf einer
Tankstelle. Da war nichts, da war keine Verpflegung. Die Hilfsorganisationen aus Idomeni
sind da einmal am Tag hingekommen und haben einen Becher Suppe ausgeteilt oder Bananen oder sowas. Da haben wir uns gedacht das ist ein guter Platz, hier machen wir unsere Teeküche auf und das ist dann so groß geworden
mit vielen anderen die dazu kommen, dass es eine Küche geworden ist, die jeden Tag für 2000 Leute eine warme
Mahlzeit hergestellt hat über ein halbes Jahr lang und das ganz tolle daran war, diese Küche wurde
nicht von uns Freiwilligen betrieben. Vom ersten Tag, von der ersten Sekunde wurde diese
Küche von Flüchtlingen betrieben, die sich alle freiwillig sofort eingebracht haben. Sie haben von morgens acht bis nachts um zehn-elf
Uhr in der Küche gestanden, geputzt, geschnippelt und alles Mögliche gemacht. Wir haben nur, weil wir uns frei bewegen konnten,
die Logistik zur Verfügung gestellt, haben bei griechischen Bauern die Lebensmittel eingekauft und das war es. Sag mir bitte nochmal Wofür steht der Verein? Also ich sehe ihr macht da ganz viel und man sieht ja auch
deine Energie aber um das nochmal den Leuten so ein bisschen auf
den Punkt zu bringen, wofür steht der Verein und dann einzuladen auch, dass sie sich entsprechend mit einbringen.
Der Verein ist durch die Flüchtlingskrise oder als Flüchtlingshilfeverein
gegründet worden aber schon nach ganz schneller Zeit haben wir die Satzung geändert, wir sind auch eingetragen
beim Registergericht und sind nicht nur gemeinnützig sondern auch mildtätig. Wir haben unsere Satzung dahin geändert, dass wir
Menschen in Not helfen. Wir machen keinen Unterschied zwischen
Flüchtlingen, nicht Flüchtlingen, Nationalität oder sonst was. Auch der Nachbar, wenn er in Not ist wird von uns
geholfen, sofern wir die Mittel dazu haben. Wir rufen halt heute immer wieder auf, wir
unterstützen zum Beispiel jetzt seit über einem Jahr mit alle zwei Monaten eine Lebensmittellieferungen von
einer Tonne in Rumänien die Menschen, die in den Dörfer leben und haben da ein
Kontakt vor Ort, der das alles macht. Was wir suchen oder was wir brauchen ist logischerweise – und
deswegen sitze ich auch hier – für mich selbst mache ich nie Werbung aber für den Verein schon ganz gern, sind
Unterstützer. Wir sind angewiesen auf private Spenden, wir sind angewiesen um ein Fundament zu haben auf
vielleicht Fördermitglieder, bei uns kann man Mitglied werden für einen
sensationell geringen Beitrag von fünf Euro im Monat also 60 Euro Jahresbeitrag, bildet man ein
Fundament, womit wir schon mal Kosten gedeckelt haben, die wir
definitiv haben wie z.B. Versicherungen oder sonst irgendwas. Immer wieder wird auf Facebook, das ist quasi
unser Blog, wird explizit für die einzelnen Aktionen, die anstehen dann wieder ein Hilfsaufruf gemacht. Fernziel wäre natürlich aber das bedeutet wieder Verwaltungstätigkeit, da
bin ich nicht so gut aber müssen wir machen, dass wir auch irgendwann noch
professioneller werden mit Hilfe von Sponsoren. So gehen wir jetzt zum Beispiel hin und kaufen
meinen Van, natürlich zu einem Vorzugspreis, der wird fast gespendet und bieten bewusst – ich komme ja aus der
Werbung und wir unser Projekt Frankenkonvoi genannt haben – so suchen wir gerade Sponsoren, die mithelfen
dieses Fahrzeug zu finanzieren und bieten ihnen dafür eine Werbefläche auf meinem Fahrzeug an, was
nicht wie die üblichen Sprinter, die überall voll gepflastert sind mit diesen Werbefinanzierungen
gemacht werden sondern genialerweise weil ich aus der Medienbranche komme, ich bin Fotograf aber unsere Grafikdesignerin, die
mit Gründungsmitglied ist und auch dieses tolle Logo entworfen hat, hat dann auch schon eine schöne
Gestaltung aufgebaut und so können Leute für einen geringen Beitrag
einmalig uns helfen dieses Fahrzeug anzukaufen damit wir ein permanentes Fahrzeug haben für den
Verein. Das sind die Sachen, die wir im Moment brauchen.
Was wären noch so drei Punkte, die du den Menschen gerne den Menschen mitgeben möchtest? Das eine ist natürlich Und deswegen werden wir auch den Link zu Frankenkonvoi auch zu dem Video
dazu setzen und dann nochmal auflisten, was man konkret tun kann aber mal allgemein drei Punkte, was du
den Menschen gerne mitgeben würdest? Ich würde Menschen erstens mal gerne unser erstes Thema die
Angst helfen zu bewältigen ohne das man jemals in einem Flüchtlingscamp fahren muss, man kann Flüchtlinge auch hier treffen. Einer meiner besten Freunde mittlerweile, ich
betrachte ihn ein bisschen als mein Sohn, ist ein 24 jähriger Syrer, den ich schon in Griechenland
kennengelernt habe, der jetzt hier in Deutschland in Fürth wohnt. Die Konfrontation mit dem was fremd ist, hilft dir
die Angst abzubauen. Du musst nichts tun aber du kannst dadurch deine
eigene Angst bekämpfen also was für dich tun. Das Zweite ist, dass ich den Menschen einfach sagen möchte aus eigener Erfahrung, wie ich
eben gesagt habe, ich hatte den Verlust an die nächste Generation verloren und dachte nicht, dass
ich als kleine einzelne Nase irgendetwas bewirken kann auf dieser Welt, das stimmt nicht! Das ist nicht wahr. Jeder von uns kann was bewirken. Wenn ich als ganz kleine Nase nur meinem Kumpel
erzähle, was ich gerade für Spendengelder generiert habe nur weil ich gesagt habe ich geh Leuten
helfen, mag ich vielleicht auch ihn beeinflussen sodass er dann denkt Wow, So einfach ist das. Das ist ja auch meine Erfahrung der letzten Jahre. Ich bin Mitte 50 oder Ende 50 und denke jetzt noch
Man, das müsstest du doch schon lange kapiert haben, dass Solidarität tatsächlich noch existiert. Sie
existiert, sie ist da. Man kann das machen, es wird jedem geholfen und wir
stehen immer zusammen. Das Dritte werdet Mitglied im Verein.
Super vielen vielen herzlichen Dank, wie gesagt hat es mich sehr sehr berührt und ich weiß es waren bei dem Abend auch über 200 Leute, die sehr berührt waren von deiner Energie, die du
mit einbringst, diesen Punkt auch Jeder kann ein Unterschied machen und kein Schritt
ist zu klein und aus kleinen Schritten kann ein ganz ganz großer Schritt werden auch im Nachgang
auch deswegen, Vielen vielen herzlichen Dank, dass ihr bei diesem
Gespräch dabei wart. Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast und wie gesagt wir verlinken auch zu Frankenkonvoi, wenn ihr wollt
unterstützt, es ist ein Verein, wir wohnen ja sogar noch sogar in der Nachbarschaft haben wir ja dann zufällig noch festgestellt, ein Verein der wirklich dafür steht was es aussagt. Da ich ein Foto Atelier in der alten
historischen Apotheke habe, die eine Eingangstür hat, jeder der mal wissen will, was wir da so tun, kommt
vorbei, Mathildenstraße 28 in Fürth.
Und es lohnt sich, es ist eine sensationelle Location. Von daher ich hoffe, dass ihr auch in diesem Podcast
wieder ganz viel Inspiration mitnehmen konntet und was mir besonders wichtig ist, dass ihr genau diesem Punkt; es kommt auf jeden an. Jeder
kann ein Unterschied machen und auch ihr! Es geht um echte Veränderung, echte Menschen und
das seid auch ihr.

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